| Buntstiftmalerei |
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Von jedem meiner Bilder habe ich im Vorfeld eine Vision, die die groben Strukturen, Farben und Formen zeigt. Bei der Fertigung gehe ich rein intuitiv vor und fertige keinerlei Skizzen oder Kompositionsstudien an. Jedoch bin ich mir bewusst, welche Muster später im Hintergrund und welche vorgelagert erscheinen sollen, denn die vordergründigen Figuren müssen zuerst gezeichnet werden. Mit taiwanesischem Hochgebirgs Oolong-Tee, Räucherstäbchen und Hörbüchern der bekannten Autoren John Lee und Humphrey Bower begleite ich meine meditative Stimmung. Durch die hervorgerufene Atmosphäre „spüre“ ich die jeweils passenden Ornamente und male hauptsächlich, was sich stimmig für mich anfühlt. Ich arbeite nach folgenden Prinzipien: Grundsätzlich arbeite ich maximal an drei Bildern und zwei Serien gleichzeitig. Weiterhin gibt es für mich keine misslungenen Bilder und ich zeichne jedes angefangene Werk zu Ende. Dies gibt mir das Gefühl von Sicherheit, dass alles, was ich male, richtig ist. Besondere Freude bereitet mir das feine und präzise Zeichnen. Dazu sind jedoch besondere Werkzeuge notwendig, für die ich mich nach einer Zeit des Ausprobierens entschieden habe: Am liebsten arbeite ich auf den Papiersorten Duria sowie Bristol Karton. Die Farben trage ich mit Hartkernbuntstiften auf, die mit einem besonders spitzen Konus spitz gehalten werden. Ich arbeite täglich rund acht bis 14 Stunden an meinen Werken. Durch die ungewohnte Belastung und den hohen auszuübenden Druck traten besonders in der Anfangszeit Begleiterscheinungen wie taube Fingerkuppen und Muskelverspannungen bis hin zu leichten Knochenhautreizungen auf. Dank Annalisa Adami verschwanden diese Symptome mit Hilfe der Homöopathie. |






